Integration & Migration

Es ist fatal, wie Aiman Mazyek von Storch benutzt

Von Necla Kelek, Welt, Veröffentlicht am 03.01.2018

Der Islamfunktionär nutzt die Hass-Reden der AfD-Politikerin für seinen Kulturrelativismus über sexuelle Gewalt. Es ist aber nicht egal, wie Demokratien Frauen behandeln oder die Islamische Republik Iran!
https://www.welt.de/debatte/kommentare/article172131764/Sexueller-Missbrauch-Es-ist-fatal-wie-Aiman-Mazyek-von-Storch-benutzt.html

Gastkommentar von Necla Kelek zum Familiennachzug:
Die Kehrseite

Von Necla Kelek, Allgemeine Zeitung, 25.11.2017

Sahin* aus Homs, heute 26, wurde vor sieben Jahren in Syrien mit der 13-jährigen Tochter seiner Tante verheiratet. Vor vier Jahren floh die Familie, zusammen 22 Personen, Vater, Mutter, Brüder und Schwestern, Schwiegertöchter und Kinder, in die Türkei, wo sie inzwischen eine Bäckerei betreiben. Nach zwei Jahren nahm er das Angebot von Schleppern an, ihn für 4000 Euro nach Deutschland zu bringen. Seit Ende 2015 ist er in Deutschland und als Flüchtling anerkannt. Er hat die Genehmigung, seine Frau nachzuholen. Die Familie aber will seine Frau nicht nachreisen lassen, weil sie seine Eltern versorgen müsse.
http://www.allgemeine-zeitung.de/vermischtes/vermischtes/gastkommentar-von-necla-kelek-zum-familiennachzug-die-kehrseite_18344582.htm

RND RedaktionsNetzwerk Deutschland

Necla Kelek: Gastbeitrag am 13.12. 2017/ Speakers Corners

Jesuitenpater Tobias Zimmermann,  Rektor des  Canisius Kollegs,  eines  katholisches Privatgymnasium in Berlin, hat verkündet, ganz bewußt eine muslimische Lehrerin mit Kopftuch einzustellen. Der Rektor will damit  zum einen eine offenere Diskussion über Religion in Deutschland anregen, denn das an Berliner Schulen geltende Neutralitätsgesetz macht  wie er beklagt,“ Religion zur  Privatsache, verbannt sie ins Private.“  Und das trage „eine Mitschuld am Niedergang christlicher Religion in Deutschland.“

Wiedermal wird das Kopftuch als politisches Symbol mißbraucht. Es scheint wie ein Rückfall in den „Kulturkampf“,  den Reichskanzler Otto von Bismarck im 19. Jahrhundert mit der Kirche ausfocht. Dabei  ging um die gewollte Trennung von Staat und Religion und den Versuch der Katholiken, weiterhin das Familienrecht zu bestimmen und die Zivilehe zu verhindern. Denn wer das Familienrecht bestimmt, bestimmt die Struktur der Gesellschaft. Das ist in Israel so, wo das Rabbinat über Ehen entscheidet, das ist in islamischen Ländern so, wo die Scharia das Familienrecht bestimmt und das ist in katholischen Ländern wie zum Beispiel in Peru so, wo die Kirche es zulässt, dass vergewaltigte Mädchen ins Gefängnis kommen, weil sie abtreiben wollten. Die katholische Kirche musste von Bismarck zur Anerkennung  der Trennung von Staat und Religion gezwungen werden. Glauben ist seitdem Privatsache, das Primat der Kirche Geschichte. Der deutsche Staat hat der Kirche das Wohlverhalten durch eine Jahrhundertrente und Gewährung von Privilegien abgekauft. Dass ein katholischer Pater meint, er könne für seine Schule diesen Vertrag aufkündigen und sich dafür mit dem politischen Islam gemein macht, ist einfach reaktionär. Dass er die ihm  anvertrauten Schüler für eine politische Demonstration benutzt,  ein Fall von politischem Mißbrauch.

RND RedaktionsNetzwerk Deutschland


Necla Kelek: Gastbeitrag am 1.12. 2017/ Speakers Corners

Niveaulose Debatte über deutsche Kultur

Die Bundeskanzlerin selbst hat das Niveau der Debatte bestimmt, über das sich jetzt vom Bundespräsidenten bis zur Gemeinschaftskundelehrerin alle beklagen. Sie hat seinerzeit Thilo Sarrazins Buch bewußt nicht gelesen, aber als „nicht hilfreich“ qualifiziert. Sie hat damit eine Art Revival der politischen Romantik eingeleitet, in der Ideologie und Diffamierung des Gegners mehr zählen als Diskurs und Argument. Die Debatte um „Leitkultur“ oder die Abwesenheit einer deutschen Kultur ist inzwischen auf dem Stand eines 140-Zeichen Arguments angekommen. Eine Nation, die es als Einzige geschafft hat,  sich in der Breite mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen, diskutiert plötzlich nicht mehr und hat den Diskurs verlernt.  Die Werke von Norbert Elisas über das Entstehen von Zivilisation oder von Max Weber über die Verfasstheit und Ethik einer modernen Gesellschaft scheinen nie geschrieben oder von keinem Politiker gelesen worden zu sein.  Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz entsorgt seit Amtsantritt –  mit Unterstützung der Migranten–Lobbys -  die Abschaffung einer gemeinsamen Kultur- und Wertegemeinschaft bis hin in die Begriffe. Die diversen Papiere und Vorgaben zur  Teilhabe  von und die Kontrolle durch Migrantenorganisationen wird von der Bundeskanzlerin beschwiegen und abgenickt.
Das hat Folgen und mündet in einer Politik, in der die Bürger nur noch als Mündel der Politik betrachtet werden. Im 19. Jahrhundert folgte auf die Unterdrückung die (gescheiterte) bürgerliche Revolution, im 20. auf die ideologisierte Politik der Faschismus, dann Sozialismus.
Es wird Zeit, daraus zu lernen.

Dr. Necla Kelek: Autorin Ramdan-Demo

Die Ramadan-Demo

Artikel in der EMMA vom 14. Juni 2017

Die Ramadan-Demo ist verlogen!
Marek Lieberberg fordert muslimischen Protest gegen Terror. Necla Kelek kritisiert die Halbherzigkeit von MuslimInnen wie Lamya Kaddor, für die der Islam so gar nichts zu tun hat mit dem Terror. Die Deutsch-Türkin findet: Alle MuslimInnen stehen in der Verantwortung gegen den Islamismus - so wie einst alle Deutschen gegen den Nazismus.

Klartext bei der Zuwanderung

Zeit für Klartext bei Zuwanderung

Erschienen in: Rheinische Post, 11. Januar 2016

GASTBEITRAG Hunderttausende junge männliche Flüchtlinge müssen nicht nur die eigene Freiheit lernen. Sie müssen lernen, die der anderen zu respektieren. Das klappt nicht, wenn die Politik keine klaren Regeln aufstellt, findet unsere Gastautorin.

TrabZone, Foto H. Güres

Verhätschelte Söhne, dienende Töchter

Erschienen in: Der Standard 5./6. März 2016

Reden wir über Kulturdifferenz: Wer die im Namen des Islam verlorenen Söhne und fremden Töchter in die
Gesellschaft integrieren will, muss auch sagen, was hier erlaubt und was verboten ist. Ein Freiheitsplädoyer.

Gastkommentar Anschläge in Paris

Anschläge in Paris

Gastkommentar in NZZ 17.11.2015

Der Islam: Gewalt oder Reform
Muslime weisen die im Namen ihrer Religion begangenen Gewalttaten entsetzt von sich – aber das allein genügt nicht. Die Sozialwissenschafterin Necla Kelek fordert ein zeitgemässes Glaubensverständnis.

Necla Kelek: Am Berg der Moral

Am Berg der Moral

Erschienen in: Neue Zürcher Zeitung, 03.10.2015

Die muslimischen Zuwanderer kommen – doch wir  sind auf sie nicht vorbereitet.
Massen von muslimischen  Zuwanderern strömen derzeit  nach Deutschland in der  Hoffnung, ein besseres Leben zu  finden. Bereits vorher gab es  Schwierigkeiten mit der  Integration. Wie genau will man  die Sache jetzt besser machen? 

Necla Kelek über jugendliche Djihadisten, Bild F. Höhne

Necla Kelek über Jugendliche Jihadisten

Erschienen in chrismon Februar 2015

Abb. Frank Höhne

Von Freiheit überfordert
Aus den Vororten von Paris und Hamburg ziehen sie in den „Heiligen Krieg“. Necla Kelek: Wir dürfen nicht noch mehr von ihnen verlieren!

Frauen und Islam

Nur die Befreiung der Frauen kann Afrikas Bevölkerungsexplosion stoppen

Necla Kelek in der NZZ, 4.1.2018

4,8 Kinder bekommt eine Frau südlich der Sahara im Schnitt. Ein Mitspracherecht bei der Zahl hat sie kaum. Erst wenn Afrikas Frauen sich von patriarchalischen, ökonomischen und religiösen Zwängen befreien, wird die Geburtenrate zurückgehen...
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Tagesspiegel-Interview mit Jochannes Bockenheimer

Necla Kelek: Tagespiegel, 8.12.2017


Frau Kelek, dass Sie studieren konnten, haben Sie offenbar vor allem Ihrem Aussehen zu verdanken. Wären Sie nämlich hübscher gewesen, soll Ihre Mutter einmal gedroht haben, wären sie wie ihre Schwester früh verheiratet worden. Stimmt das?
Ja, das hat sie tatsächlich gesagt. Um die Familien der heiratswilligen Männer anzulocken, muss man jung, schön und keusch sein – da hat meine vergleichsweise große Nase gestört. (Kelek lacht)
Was macht das mit einem, wenn die eigene Mutter lediglich eine Braut in einem erkennen mag – eine Ware für den Hochzeitsmarkt sozusagen?
Ach, es war nicht so böse gemeint, wie es klingt. Meine Mutter war eigentlich eine sehr liebevolle Frau.


Die Frauen von Van

Necla Kelek über ein Beispiel von Bürgermut in Ost-Anatolien.

Erschienen in der EMMA –Frauenmagazin Nov.2017

In diesen Tagen erreichen uns aus der Türkei meist schlechte Nachrichten. Der Präsident setzt seinen Plan, die Errungenschaften der Republik den Traditionen einer osmanischen Vergangenheit zu opfern, Schritt für Schritt um. ...
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Schutzschild, Glaubenzeichen oder politisches Symbol?

Der Streit ums Kopftuch

Necla Kelek: aus dem Buch „Himmelsreise“ Seite 146-159


Ein Kopftuch ist eigentlich doch nichts anderes als ein Stück Stoff – mal aus schlichtem Kattun, mal aufwändig mit Pailletten besetzter Georgette, aus Synthetik oder Seide, grell oder farblich dezent, kleinformatig oder großvolumig. Und doch ist es zum sichtbaren Symbol im Kampf um die Rechte der Frau geworden. In der Geschichte muslimischer Gesellschaften war es oft – um ein Bild des Geheimrats Goethe zu bemühen – die „Standarte“, unter der die „Heilsbringer“, die religiösen Ideologen, gegen die Moderne zu Felde zogen.

Ich will Necla Kelek hören

Frauenmarsch Hamburg

Artikel in der EMMA vom 14. Mai 2017
Bild: Alexandra Eul


Frauenmarsch: Flop oder Erfolg?
Auch der Boykottaufruf des Scharia-gläubigen Moscheenverbandes konnte den Multikulti-/Frauenmarsch nicht verhindern. Nicht alle haben sich einschüchtern lassen. Auch wenn die Grüne stellvertretende Bürgermeisterin dem Rat der Schura folgt.

Terre des Femmes fordert Kopftuchverbot

Recht auf Kindheit muss gewahrt bleiben

Berlin, 22.05.2017

TERRE DES FEMMES fordert gesetzliches Kopftuchverbot bei Mädchen
TERRE DES FEMMES fordert, das sogenannte Kinderkopftuch im öffentlichen Raum, vor allem in Betreuungs- und Ausbildungsinstitutionen, für alle minderjährigen Mädchen gesetzlich zu verbieten. Darauf hat sich die Frauenrechtsorganisation auf ihrer jährlichen Hauptversammlung mit großer Mehrheit am vergangenen Wochenende verständigt.

Necla Kelek: Kopftuchzwang

Kopftuchzwang

Erschienen in: FAZ 1. April 2015

Was hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil, das Lehrerinnen zubilligt, Kopftuch zu tragen, getan? Es wirft den Kampf muslimischer Frauen um Selbstbestimmung auf fatale Weise zurück.

Türkei

Kemal Kilicdaroglu, Oppositionsführer der türkischen CHP

Adalet-Marsch
Kemal ist der türkische Forrest Gump

Artikel in der WELT vom 8. Juli  2017
Bild: Kemal Kilicdaroglu, Oppositionsführer der türkischen CHP, hatte die Idee. Tausende folgen ihm auf der Straße des Protestes

Quelle: AP

Ein Oppositionsführer lief zu Fuß von Ankara nach Istanbul, um gegen ein Urteil zu protestieren. Zuerst verspottet, wurde der „Marsch für Gerechtigkeit“ zu einer mächtigen Demonstration gegen Erdogan.

Necla Kelek: Hayir

„Warum gibt die Bundesrepublik in dieser Frage ihre Souveränität auf?“

Berlin, 2016

„Wir sind nicht der verlängerte Arm Erdogans“,  empört sich der Sprecher des türkischen Dachverbands der Moscheevereine DITIB. Dass die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e,V. (DITIP) unter der Leitung und Kontrolle der türkischen Religionsbehörde DIYANET in Ankara steht und damit der direkten Weisung des AKP- Ministerpräsidenten folgt, wird niemand ernsthaft bestreiten können.

Necla Kelek

Blühende Ironie in Istanbul

Erschienen in: Neue Zürcher Zeitung, 23. März 2017

Tulpenwahn
Im April blühen in Istanbul wieder über 20 Millionen
Tulpen. Sie begrüssen die Besucher am Flughafen,
blühen in den Strassen, auf Plätzen, in Parks,
am Bosporus.

Beschneidung

Fünf Jahre Jungen Beschneidungsgesetz

„Bald ist es soweit! Aufgeregt und voller Vorfreude blickt der elfjährige Tahsin auf das kommende Ereignis, das ihn und seinen kleinen Bruder Emir endlich zu Männern machen soll: Die Beschneidung. "Wenn ich beschnitten bin, dann bin ich ein echter Mann", freut sich Tahsin.

Fachtagung „Jungenbeschneidung in Deutschland.
Eine Bestandsaufnahme“ an der Universität Düsseldorf

Höchste Zeit für eine neue Betrachtung

Artikel von Renate Bernhard:

Viel Wirbel gab es schon im Vorfeld. Für die drei Veranstalter der Fachtagung „Jungenbeschneidung in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme“ -  dem klinischen Institut für Psychosomatische Medizin, der Sektion Kinder- und Jugendpsychosomatik der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und der Betroffenenorganisation Mogis e.V. - schrieb Prof. Matthias Franz in der Rheinischen Post einen Vorbericht: Titel „Beschneidung ist ein Akt der Gewalt“. Darauf antwortete sein universitärer Kollege Dr. Rotem Lanzmann, Vorsitzender des Bundesverbands jüdischer Mediziner mit: „Antisemitismus ist ein Akt der Gewalt“.

Dr. Necla Kelek
Mail: post@neclakelek.de

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